Neue interdisziplinäre Studie: Stakeholderperspektiven zur CO2-Speicherung in der dänischen Nordsee
Eine kürzlich abgeschlossene und im April 2025 im International Journal of Greenhouse Gas Control veröffentlichte Studie, die Teil des nun abgeschlossenen EUDP-finanzierten Projekts Bifrost ist, untersucht die Ansichten der dänischen Stakeholder zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) in der Nordsee. Diese Studie, die auf 18 ausführlichen Interviews mit Vertretern der Industrie, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsverbänden, Aufsichtsbehörden und unabhängigen Experten beruht, ist eine der ersten dänischen Analysen, die systematisch die Sichtweisen der Stakeholder mit einem strukturierten qualitativen Ansatz erfasst.
Wichtige Erkenntnisse
- CCS ist notwendig, aber keine alleinige Lösung für den Klimawandel.
- Unsicherheit besteht hinsichtlich der Wertschöpfungskette und des Finanzierungsmodells.
- Das Vertrauen der Öffentlichkeit und die gesellschaftliche Akzeptanz sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.
- Wir brauchen eine klare Zertifizierung und einheitliche Regeln für biogenes und fossiles CO2.
- Dänemark hat das Potenzial für eine europäische CO2-Drehscheibe, aber es erfordert politischen Mut und Investitionen.
Gemeinsame Anstrengungen
Die Studie wurde von Susanne Tolstrup (unabhängige Beraterin) und Professor Jacob Ladenburg (Technische Universität Dänemark) durchgeführt und von Simon Westergaard Lex (Universität Kopenhagen) validiert. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung des Engagements von Stakeholdern und einer transparenten Regulierung, um die CCS-Technologie voranzubringen, und positioniert Dänemark als potenziellen Vorreiter bei der CO2-Speicherung in Europa.
