Schrittweise Entwicklung

Für das Projekt Bifrost ist eine stufenweise Entwicklung vorgesehen, die einen frühen Start ermöglicht und gleichzeitig die CO2-Speicherkapazität sowie die betriebliche Flexibilität schrittweise entsprechend der Marktnachfrage und den behördlichen Genehmigungen erweitert.

Projekt Bifrost, Phase 1:
Die Lizenzen von Dagny und Harald West

Die Phase 1 des Projekts Bifrost stellt den ersten Schritt bei der Entwicklung groß angelegter Offshore-CO2-Speicher in der dänischen Nordsee dar. Im Mittelpunkt dieser Phase stehen die Speicherkonzessionen Dagny und Harald West, wo die vorhandene Offshore-Infrastruktur und bekannte geologische Formationen eine solide Grundlage für die frühzeitige Umsetzung von CO2-Abscheidung und -Speicherung bieten.

Phase 1 zielt darauf ab, sichere, zuverlässige und skalierbare Lösungen für den Transport und die Speicherung von CO2 zu etablieren, indem die CO2-Abscheidung an Land mit einer dauerhaften Speicherung unter dem Meeresboden verbunden wird. Durch die Wiederverwendung und Umrüstung bestehender Anlagen in der Nordsee sowie den Einsatz bewährter Offshore-Kompetenz ermöglicht Phase 1 frühzeitige Emissionsminderungen für Branchen, in denen die Emissionsminderung besonders schwierig ist, während gleichzeitig das Entwicklungsrisiko gesenkt und die Zeit bis zur Inbetriebnahme verkürzt wird.

Die Phase 1 spielt als erste Umsetzungsphase des von der EU ausgewiesenen Vorhabens von gemeinsamem Interesse eine entscheidende Rolle dabei, aufzuzeigen, wie die CO2-Speicherung im Meer effizient und verantwortungsvoll entwickelt werden kann. Damit ebnet sie den Weg für den künftigen Ausbau im Rahmen des Projekts Bifrost und unterstützt die langfristigen Klimaziele Europas

Projekt Bifrost, Phase 2:
Die Inez-Lizenz

Die Phase 2 des Projekts Bifrost stellt den nächsten Schritt beim Ausbau der OffshoreCO2-Speicherung in der dänischen Nordsee dar und konzentriert sich auf die Speicherkonzession „Inez“. Aufbauend auf den Erfahrungen, der Infrastruktur und der Marktentwicklung früherer CCS-Projekte zielt Phase 2 darauf ab, die Speicherkapazität zu erweitern und Dänemarks Rolle als europäischer CO2-Speicher-Hub weiter zu stärken.

Die Inez-Lizenz bietet erhebliches langfristiges Speicherpotenzial und Flexibilität, um die wachsenden Mengen an abgeschiedenem CO2 aus Dänemark, dem Baltikum und Nordwesteuropa aufzunehmen. In Phase 2 werden Transport- und Speicherlösungen evaluiert und entwickelt, die sich an die Marktnachfrage anpassen lassen, einschließlich Anbindungen an die regionale CO2-Infrastruktur und künftige grenzüberschreitende Lieferketten.

Als Teil des von der EU ausgewiesenen Projekts von gemeinsamem Interesse unterstützt Phase 2 die weitere Entwicklung groß angelegter CCS-Projekte in der Nordsee, ermöglicht eine Dekarbonisierung der Industrie in großem Maßstab und trägt zu den langfristigen Klima- und Energiezielen Europas bei.

Das Studienprojekt EUDP Bifrost

Das EUDP-Projekt Bifrost, das im Oktober 2024 abgeschlossen wurde, umfasste eine Zusammenarbeit mit Ørsted, dem DUC (Danish Underground Consortium) und der DTU (Technische Universität Dänemark). Im Rahmen dieser Initiative wurden die Möglichkeiten der CO2-Speicherung in den erschöpften Harald-Gasfeldern untersucht und ein saliner Aquifer erforscht. Durch die Teilnahme an beiden Projekten will Dänemark seine Fähigkeiten in der Entwicklung von Energietechnologien verbessern.